FDP forder denkmalgerechtes Licht für die Innenstadt
Die FDP-Fraktion möchte neue Lichtqualität nach Potsdam bringen. In einem Antrag fordert die Fraktion die Verwaltung zunächst zu einer Bemusterung durch neuentwickelte LED-Leuchten auf. Diese imitieren Gaslicht je nach Modell mitunter so genau, dass kein Unterschied zu erkennen ist. Dies ist vor allem bei einer direkten Umstellung von Gas auf Strom wichtig, in Potsdam geht es dabei mehr um besseres und angenehmeres Licht und ein dadurch verbesserte Aufenthaltsqualität.
Städte wie Zürich haben die Bedeutung einer qualitätsvollen Stadt- und Denkmalbeleuchtung bereits erkannt. Auch im Tourismusmanagement spricht es sich herum, dass die abendliche Wirkung einer Stadt mindestens so wichtig ist, wie das Erscheinungsbild am Tage.
"Das Licht der natriumbeschichteten Leuchten, die momentan in Potsdam verwendet werden, ist sehr orange, ziemlich dämmerig und wird auch an Stadtautobahnen eingesetzt", so Martina Engel-Fürstberger, Vorsitzende der FDP-Fraktion. "Für Potsdam wäre ein Licht, das zu unseren Denkmalen passt, wesentlich schöner. Die gaslichimitierenden Leuchten sind stromsparend, geeignet für historische Laternen und so konstruiert, dass es zu wenig Lichtverschmutzung oder Streulicht kommt - also nicht nur denkmalgerecht sondern auch anwohnerfreundlich. Für historische Städte ergeben sich dadurch völlig neue Möglichkeiten."
Die Bemusterung, die nach Kenntnis der FDP-Fraktion kostenneutral ist, soll in einem Straßenteil des Holländischen Viertels durchgeführt werden. Eine Bürgerinitiative hatte im letzten Jahr darauf aufmerksam gemacht, dass es im Holländischen Viertel zu dunkel und nicht ausreichend beleuchtet sei. Dies komme vor allem im Herbst und Winter zum Tragen und belaste die Geschäfte der Händler und Gewerbetreibenden.
An Hand der Probebeleuchtung und einer Kostengegenüberstellung könnte nach Ansicht der FDP-Fraktion im kommenden Jahr entschieden werden, ob und in welchem Umfang eine Umstellung auf die gaslichtimitierende Beleuchtung erfolgen soll. Eine Umstellung könnte der Haushaltssituation angepasst stufenweise erfolgen. Laternen müssten außerdem ohnehin regelmäßig erneuert werden, dabei biete sich ein Umrüstung ebenfalls an und neu entstehende Straßenbeleuchtung könnte sofort entsprechend ausgerüstet werden.
Veröffentlicht von:
FDP Kreisverband Potsdam
