60.000 Euro für Musikpavillon am Templiner See
Am morgigen Freitag um 9 Uhr fällt der Startschuss für die Sanierung des Musikpavillons am Templiner See. Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider übergibt an Oberbürgermeister Jann Jakobs einen Förderbescheid über 60.000 Euro, um diese „Ikone des modernen Bauens“ wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen.
Rainer Bretschneider: „Ohne das Engagement eines Vereins, der Stadt mit Pro Potsdam, der Architekten- und Ingenieurkammern sowie der Fachgemeinschaft Bau wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Mit unseren Lottomitteln, die das Kultur- und das Infrastrukturministerium gemeinsam aufbringen, unterstützt die Landesregierung sehr gerne dieses bürgerschaftliche Engagement.“
Kulturstaatssekretär Martin Gorholt sagte heute in Potsdam: „Lange hat die Konstruktion des Musiktempels hinter dem Regattahaus ein Schattendasein geführt und allen Widrigkeiten getrotzt. Erst der aufgewertete und heute attraktive Uferweg haben ihn wieder ins rechte Licht gerückt. Ich bin mir sicher, dass die Sanierung und Belebung des Pavillons weitere Akzente setzen und auch die im naheliegenden Kongresshotel untergebrachten auswärtigen Gäste anziehen wird.“
Die Arbeiten sollen jetzt zügig starten. Der Musikpavillon ist zusammen mit dem benachbarten Regattahaus, ein bedeutendes Zeugnis des „Neuen Bauens“ in der Weimarer Republik. Bretschneider lobte ausdrücklich das Engagement der Brandenburgischen Architektenkammer, und des Vereins „Architrav“: „Sie haben dieses Kleinod wieder ins öffentliche Bewusstsein zurückgerufen und mit Ihrem Einsatz die Sanierung erst möglich gemacht“ Auch die Ingenieurkammer, die Handwerkskammer, Pro Potsdam, die mittelständische Bauwirtschaft – Vertreten durch die Fachgemeinschaft Bau – unterstützen das Vorhaben.
Der 1932 gegenüber dem Regattahaus am Ufer des Templiner Sees nach Entwürfen des Stadtarchitekten Reinhold Mohr errichtete Musikpavillon gilt nicht nur als eines der letzten originalen Zeugnisse aus der großen Zeit des Land- und Wassersportplatzes Luftschiffhafen, sondern auch als eines der konsequentesten Beispiele der Potsdamer Moderne. Die luftige Glas-Stahl-Konstruktion befindet sich heute in einem verwahrlosten Zustand und droht zu zerfallen. Bretschneider betonte, nach der Sanierung komme es darauf an, den Ort mit Veranstaltungen auch zu neuem Leben zu erwecken und ein tragfähiges Nutzungskonzept auf die Beine zu stellen.
Potsdam, 27.09.2012Veröffentlicht von:
Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg
