Kulturpolitische Konzepte für die Landeshauptstadt Potsdam fortgeschrieben
Die fortgeschriebenen „Kulturpolitischen Konzepte“ der Landeshauptstadt Potsdam sind von den Stadtverordneten am Mittwochabend mehrheitlich beschlossen worden. Die Konzepte gelten als Handlungs- und Orientierungsrahmen für die zukünftige städtische Kulturpolitik bis zum Jahr 2020. Auf dieser Grundlage werden die Aufträge für die jeweiligen Projekte und Maßnahmen erteilt, die finanziellen und personellen Ressourcen geschaffen bzw. Partner zur konkreten Umsetzung gesucht.
Unter der Priorität A wurde die Stärkung der Kulturellen Bildung benannt. In der Landeshauptstadt existieren bereits vielfältige Ansätze der Kulturellen Bildung, von Theaterpädagogik über Museumsworkshops bis hin zu Zuschauergesprächen. Die Vernetzung der vorhandenen Projekte und die Stärkung der Kulturellen Bildung zum Beispiel über einen neu eingerichteten Fonds in Höhe von 60.000 Euro werden in den Kulturpolitischen Konzepten thematisiert. Ebenfalls der Priorität A wurde die Stärkung der Kreativwirtschaft zugeordnet. Die zukünftige Ausrichtung der Kulturpolitik orientiert sich zum Beispiel an der Weiterentwicklung der Schiffbauergasse zum internationalen Kunstquartier und Publikumsmagnet. Zur Schiffbauergasse gehören nicht nur die Kulturinstitutionen, sondern auch große und kleine Akteure der Kreativwirtschaft. Die Nutzung des Rechenzentrums als Kunst- und Kreativhaus schließt dieser Schwerpunkt ebenfalls ein.
Die Förderung der freien Kultur ist als weiteres Handlungsfeld der Priorität A gewichtet worden. Damit soll den vielen freien Trägern, die das kulturelle Leben der Landeshauptstadt bereichern, die notwendige Akzentuierung verliehen werden. Auch die Förderung des zeitgemäßen Kulturtourismus und des Kulturmanagement wird, gerade in Hinblick auf die aktuelle Tourismuskonzeption für die Landeshauptstadt hervorgehoben.
Als Handlungs- und Orientierungsrahmen für die städtische Kulturpolitik wurden erstmals im Jahr 2007 in der Landeshauptstadt Potsdam die kulturpolitischen Konzepte für die Jahre 2008-2012 festgeschrieben. Mit Hilfe eines moderierten und partizipativen Diskussionsprozesses ist die Fortschreibung der „Kulturpolitischen Konzepte“ bis zum Jahr 2020 erfolgt. Ziel der Fortschreibung ist es, einen zeitgemäßen kulturpolitischen Planungsansatz zu forcieren, der weniger die Ausweitung von Kulturförderung, sondern vielmehr klare Schwerpunktsetzungen sowie die Stärkung vorhandener Strukturen mittels Vernetzung und Koordination anstrebt.
Potsdam, 09.11.2017Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam
