Temperaturen in Schinkels Blau
Am Samstag, dem 23. April 2011 um 14 Uhr präsentiert der Förderverein Pfingstberg e.V. die neue Farbgestaltung des Pomonatempels auf dem Pfingstberg.
Nachdem im vergangenen Jahr die Außenhülle des Bauwerks renoviert wurde, gestaltet die in Berlin lebende Künstlerin Elisabeth Sonneck nun den Innenraum des Tempels und stellt am Ostersamstag ihr Werk der Öffentlichkeit vor.
Die neue Farbfassung taucht die Cella des Pomonatempels in ein differenziertes Spektrum lichter Blau-Töne. Mehrfach wechselten die Innenausmalungen des Gebäudes, die letzte verfiel nach 1945 mit dem Tempel. Deren formale Struktur legt Elisabeth Sonneck nun wiederum der neuen Farbfassung zugrunde, da die Wandfelder sich unmittelbar auf die Proportionen des Raumes beziehen und so den Baugedanken Karl Friedrich Schinkels noch hervorheben. Die nuancierte, in vielfachen Lasuren geschichtete, polychrome Farbigkeit steht dabei im Kontext gegenwärtiger Farbmalerei. Als Hommage auch an das berühmte Nachtblau von Schinkels Bühnenbild der „Zauberflöte“ entfalten sich im vorwiegend sommers genutzten Pomonatempel zarte, kühle wie warme blaue Tönungen, die an den weiten, gemäldegleichen Ausblick draußen anschließen.
Damit erfährt der Pomonatempel einmal mehr eine künstlerische Nutzung. Nachdem dessen Innenraum im Zuge des Wiederaufbaus des einstigen Teepavillons 1993 einen weißen Deckanstrich erhielt, finden dort regelmäßig Ausstellungen statt. Nun wird die Ausmalung in den nächsten Jahren die Wände des Pomonatempels schmücken. Die neue Farbfassung im Pomonatempel kann an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen zwischen 15 und 18 Uhr besichtigt werden. Am Samstag, dem 14. Mai gibt die Künstlerin Elisabeth Sonneck um 15 Uhr eine Einführung in ihr Werk.
Ab dem 11. Juni 2011 wird der in Blautönen gehaltene Tempelinnenraum auch wieder für Ausstellungen genutzt.
Veröffentlicht von:
Förderverein Pfingstberg e.V.
