Die Potsdamer Feuerwehr rät Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern
Die Potsdamer Feuerwehr rät beim Umgang mit Feuerwerkskörpern zu Silvester zu besonderer Vorsicht. Der Bereichsleiter Gefahrenvorbeugung, Rainer Schulz, empfiehlt, unbedingt die Gebrauchsanweisung der Hersteller zu beachten und nur in Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper mit Prüfsiegel (BAM-Klassifizierung) zu verwenden: „Von illegalen Silvesterböllern ohne Sicherheitszertifikat sollte man die Finger lassen.“ Diese sind aus Sicht der Feuerwehr besonders gefährlich. Immer wieder kommt es zu Verletzungen durch nicht zugelassene Feuerwerkskörper oder den unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik. Dabei sind neben Verbrennungen Hörschäden die zweithäufigsten Verletzungen.
Blindgänger sollten auf keinen Fall erneut angezündet und Raketen nur im Freien aus einer standsicheren Flasche oder einem Rohr senkrecht in die Höhe gestartet werden. „Grundsätzlich sollten Feuerwerkskörper nicht von Balkonen oder aus Wohnungsfenstern heraus gezündet oder unkontrolliert weggeworfen werden. Es versteht sich von selbst, dass Böller und Raketen niemals in Richtung von Menschen, Tieren oder Sachen geworfen oder abgeschossen werden dürfen“, so Rainer Schulz. Auch bei Wunderkerzen ist Vorsicht geboten. Da diese auch nach dem Abbrennen noch sehr lange heiß bleiben, sollten sie nicht achtlos weggeworfen werden. In jedem Fall sollte die Gebrauchsanweisung für Feuerwerkskörper rechtzeitig, am besten schon nachmittags, gelesen werden. Auch an Löschmöglichkeiten muss rechtzeitig gedacht werden, Eimer mit Wasser oder Feuerlöscher sollten griffbereit sein. Kinder sollten am Silvesterabend auf keinen Fall unbeaufsichtigt gelassen werden.
Die Feuerwehr rät außerdem, in der Silvesternacht Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch sollte dafür gesorgt werden, dass sich auf Balkonen kein brennbares Material wie Unrat
oder ausgediente Weihnachtsbäume befinden. „Es kommt immer wieder vor, dass Silvester-Knaller oder Raketen dort landen. Wenn dort etwas Brennbares liegt, kann schnell ein Feuer ausbrechen“, erläutert der Bereichsleiter Gefahrenabwehr. Sollte trotz aller Vorsicht etwas schiefgehen, muss umgehend die Feuerwehr gerufen werden.
Potsdam, 31.12.2016Veröffentlicht von:
Stadtverwaltung Potsdam
