Turbine Potsdam - Keine Geschenke vom HSV
09.10.2009 - Nach dem erfolgreichen Einzug ins Champions League Finale unter der Woche steht für den 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag, den 11. Oktober 2009, 14 Uhr, mit der Partie des 4. Spieltages gegen den Hamburger SV im Karl-Liebknecht-Stadion Potsdam bereits wieder der Bundesliga-Alltag auf dem Plan. Obgleich – die Begegnungen mit den Gästen aus der Hansestadt waren in der Vergangenheit alles andere als alltäglich.
„Wir haben uns gegen die Mannschaft des HSV immer schwer getan“, erinnert sich Turbine-Kapitänin Jennifer Zietz. „Die kommen ja nicht her, um uns irgendwas zu schenken, sondern sind eine kampfstarke Mannschaft, die stets bis zur letzten Spielminute fightet.“ Es steht also eine schwere Aufgabe für die „Turbinen“ an, zumal denen noch die Champions League Partie gegen den FC Honka Espoo vom Mittwoch in den Knochen steckt, die selbige jedoch erfolgreich lösen wollen. Zumal es nach dem 3:3-Remis gegen Vizemeister München ganz besonders gilt, wieder zu punkten, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht aus den Augen zu verlieren.
Die Hamburgerinnen stehen nach dem 3. Spieltag auf Platz 8 der Tabelle, siegten auswärts gegen die SG Essen-Schönebeck, verloren jedoch zu Hause gegen den FCR Duisburg und FF USV Jena. Kein Grund für Turbine-Trainer Bernd Schröder, das Team des HSV zu unterschätzen: „Grundsätzlich nehmen wir jeden Gegner ernst. Der HSV hatte in den letzten Spielen einfach ein wenig Pech, zumal die Mannschaft nach dem Karriereende von Tanja Vreden und der Verletzung von Aferdita Kameraj momentan noch in der Findungsphase ist. Das ist eine junge Mannschaft mit viel Potential, dass sie aber eben auch abrufen muss. Für mich gehört dieses Team ins obere Mittelfeld der Tabelle.“
„Man darf nicht den Fehler machen, das Team des HSV allein auf Kim Kulig zu reduzieren. Diese Mannschaft lebt, schon immer, von vielen guten Leuten. Janina Haye ist eine hervorragende Spielerin, auch Imke Wübbenhorst und Silva Lone Saländer verfügen über viel Erfahrung und sind sehr gute Spielerinnen, Lena Petermann und Nicole Zweigler sind sehr junge, aber sehr talentierte Spielerinnen. Interessant ist natürlich für uns auch die Torhüterposition, auf der sich Gaёlle Thalmann als Nummer 1 durchgesetzt hat. Sie wird gerade gegen ihren alten Verein ihr Können zeigen wollen“, so Schröders Gegner-Analyse.
Über seine eigene Startelf grübelt der Turbine-Coach unterdessen noch, erklärt jedoch bereits, weiter seinem Rotationsprinzip folgen zu wollen. Dabei stünden die Spielerinnen, die „wir am Mittwoch aufgrund der schweren anstehenden Aufgaben geschont haben, in der Liste ganz weit vorn“. Wichtig ist Schröder, „dass für alle im Kader stehenden Spielerinnen eine vernünftige Spielpraxis gewährleistet ist“. Bis auf die noch länger verletzt ausfallende Isabel Kerschowski seien alle Spielerinnen einsatzbereit.
Die Begegnung gegen den HSV ist der Schlusspunkt einer weiteren englischen Woche. Der Mittwoch-Sonntag-Rhythmus hält jedoch vorerst noch weiter an („wir müssen schauen, dass wir das ordentlich verkraften“, so Schröder). Schließlich greifen die Potsdamerinnen bereits am kommenden Mittwoch, den 14. Oktober, erstmals in das diesjährige DFB-Pokal-Geschehen ein. Um 17 Uhr geht es dann im Karl-Liebknecht-Stadion Potsdam gegen Zweitligist FFC Oldesloe.
Der Turbine-Liveticker berichtet am Sonntag unter http://liveticker.turbine-potsdam.de direkt aus dem Stadion von allen Ereignissen der Bundesliga-Partie zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem Hamburger SV.
Veröffentlicht von:
1.FFC Turbine Potsdam
